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Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Schweizer
Wirtschaft in den letzten Monaten in Atem gehalten. So auch
die Immobilien- und Baubranche. Glücklicherweise hatten die
Folgen dieser Krise bis heute wenig Auswirkung auf diese
Branche. Ob dieser gute Zustand anhalten wird? Dieter Marmet
von Wüest & Partner hat anlässlich des IMMOClassic 2010
einen Ausblick über die mögliche Entwicklung des Bau- und
Immobiliensektors präsentiert und die zwölf wichtigsten
Immobilientrends der nächsten Jahre vorgelegt.
Zusammenfassung, Referat Dieter Marmet, Wüest und Partner:
Trendkorrektur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben!
Vor allem zwei Umstände haben in den letzten Monaten
bewirkt, dass sich sowohl die Bau- als auch die
Immobilienmärkte in der Schweiz überraschend gut halten
konnten: auf der einen Seite die nach wie vor hohe
Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften, auf der
anderen Seite die anhaltend tiefen Zinsen. Die Gefahr einer
Trendwende ist aber nicht vom Tisch.
Die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts in den
vergangenen Quartalen legt nahe, dass der Konjunktureinbruch
überstanden ist und in den kommenden Monaten wieder mit
einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft gerechnet werden
kann. Allerdings ist absehbar, dass der Aufschwung eher zäh
verlaufen wird und die Nachwehen der Rezession noch einige
Zeit spürbar sein dürften. Dies betrifft vor allem den
Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenquote im ersten Quartal
2010 einen neuen Höchststand erreicht hat. Es besteht
deshalb weiterhin die Gefahr, dass bei länger anhaltenden
Schwierigkeiten im Beschäftigungsbereich mittelfristig
weitere wichtige Nachfragedeterminanten im Immobilienmarkt
in Mitleidenschaft gezogen werden.
Nachfrageindikatoren ohne klare Richtung
Gegenwärtig ist davon allerdings noch wenig zu spüren. Der
Privatkonsum erweist sich immer noch als Konjunkturstütze,
trotz ausgewiesen schlechter Konsumentenstimmung: Der Index
bewegt sich hier nach wie vor im roten Bereich, auch wenn
bei den Konsumenten eine leicht wachsende Zuversicht zu
erkennen ist. Rückläufig ist dagegen der wichtigste
Nachfragefaktor im Wohnungsmarkt der letzten Jahre, die
Zuwanderung von Ausländern. Trotz einer Reduktion um rund
ein Drittel im Jahr 2009 war der Wanderungssaldo mit einem
Plus von rund 40’000 Personen zahlenmässig immer noch
beträchtlich; aufgrund der Schwierigkeiten auf dem
Arbeitsmarkt ist in den kommenden Quartalen aber mit einer
weiteren Verringerung zu rechnen.
Nur
langsame Abschwächung der Baukonjunktur
Bisher hat die Bauindustrie den Konjunktureinbruch sehr
gut überstanden. Seit dem Höchststand der
Hochbauinvestitionen im Jahr 2005 hat sich das reale
Investitionsvolumen lediglich um knapp vier Prozent
zurückentwickelt. Dies ist vor allem auf das anhaltend hohe
Investitionsniveau im Mehrfamilienhausneubau zurückzuführen
sowie auf die kontinuierliche Zunahme der Umbau- und
Erneuerungsinvestitionen. 2010 wird sich an diesem Bild
wenig ändern: Weiterhin hohe Investitionsvolumen beim
Mehrfamilienhausneubau sowie im -Umbau- und
Erneuerungsbereich dürften rückläufigen Investitionsvolumen
beim Neubau von Geschäftsgebäuden, Einfamilienhäusern und
Infrastrukturbauten gegenüberstehen.
Wachsende Gefahrenpotenziale
Auch wenn die grossen Investitionsvolumen für die
Bauwirtschaft erfreulich sind, stellen sie für den
Immobilienmarkt eine zunehmende Belastung dar. Das immer
noch stark wachsende Angebot trifft auf eine schwächer
werdende Nachfrage. Das macht die Vermarktung von neu
erstellten Objekten nicht einfacher, wodurch die Gefahr von
Leerständen wächst. Die Frage nach der Nachhaltigkeit der
aktuellen Neubautätigkeit wird dadurch immer dringlicher.
Absehbares Ende des Mietpreisanstiegs
Dass es im Mietwohnungsmarkt trotz der intensiven
Wohnbautätigkeit bis anhin zu keiner Wohnungsschwemme
gekommen ist, liegt nicht zuletzt daran, dass ein Grossteil
der neu erstellten Wohnungen im Eigentumsbereich angeboten
wurde. Die immer noch bedeutende Zuwanderung hat im Weiteren
dafür gesorgt, dass das Mietwohnungsangebot bisher
problemlos absorbiert werden konnte und insgesamt eher ein
Nachfrageüberhang bestand. Mit nachlassender Zuwanderung und
gleichbleibend reger Wohnungsproduktion wird sich die
Situation in den kommenden Monaten jedoch zuungunsten der
Anbieter entwickeln, und die Marktmieten – vor allem von neu
erstellten Wohnungen – dürften zunehmend unter Druck
geraten. Von einem eigentlichen Preiszerfall ist im
Mietbereich aber nicht auszugehen, liegt doch die
Leerstandsquote immer noch auf einem sehr tiefen Stand.
Entsteht im Eigentumswohnungsbereich eine Preisblase?
Um mehr als 40 Prozent haben sich die Eigentumswohnungen
in den vergangenen zehn Jahren verteuert, was nicht zuletzt
auf einen zinsinduzierten Nachfrageschub zurückzuführen ist.
Denn seit über sieben Jahren profitieren die Wohneigentümer
in der Schweiz von ausserordentlich tiefen Hypothekarzinsen.
Viele Mieter sehen gegenwärtig im Erwerb einer
Eigentumswohnung ein probates Mittel, ihre Wohnkosten zu
senken. Eigentumswohnungen sind deshalb trotz der massiv
gestiegenen Angebotspreise weiterhin stark gefragt. Es
besteht aber die Gefahr, dass sich potenzielle
Wohneigentümer zu sehr an das tiefe Zinsniveau gewöhnt haben
und nicht mehr damit rechnen, dass die Zinsen auch wieder
ansteigen könnten. Ein plötzlicher und erheblicher
Zinsanstieg birgt deshalb die Gefahr einer markanten
Korrektur der Eigentumswohnungspreise. Weiter steigende
Preise vergrössern dagegen das Abwärtspotenzial, und noch
ist kein Ende des Preisanstiegs in Sicht.
Wenig Dynamik im Einfamilienhausmarkt
Im Gegensatz zu den Eigentumswohnungen ist die
Preisentwicklung bei den Einfamilienhäusern in den letzten
Jahren in ruhigen Bahnen verlaufen. Das hat nicht nur mit
der unterschiedlichen Angebotsstruktur zu tun – die
angebotenen Einfamilienhäuser sind mehrheitlich
Occasionsobjekte und liegen oft in ländlichen Regionen –,
sondern auch mit dem Umfang des Angebotes, der zahlenmässig
nur halb so gross ist wie jener bei den Eigentumswohnungen.
Auch der Kreis der Nachfrager fällt aufgrund der
Preisstruktur kleiner aus als jener bei den Wohnungen und
umfasst viel seltener Kleinhaushalte, die zahlenmässig stark
am Wachsen sind. All diese Faktoren führen dazu, dass die
Gefahr einer Preisblase bei den Einfamilienhäusern zurzeit
weit geringer ist und damit auch das Risiko massiver
Preiskorrekturen im Fall steigender Zinsen.
Die
zwölf wichtigsten Immobilientrends der nächsten Jahre:
1. Die Ökonomisierung und Verdichtung hochzentraler und
hochwertiger Standorte wird
sowohl im Wohnbereich als auch im Büro- und Geschäftsbereich
weiter zunehmen.
2. Durch die Globalisierung und aus betriebswirtschaftlichen
Gründen konzentriert sich die
Nachfrage nach Büroflächen in urbanen Gebieten und in
grossen Immobilien.
3. Es wird in Zukunft vermehrt zur Revitalisierung von
zweit- und drittklassigen
Tourismusstandorten durch Projektentwicklungen mit
spezifischem Fokus kommen.
4. Durch den wachsenden Konkurrenzdruck unter
steuergünstigen Gemeinden laufen
Wohnimmobilien in heutigen Steueroasen Gefahr, relativ an
Attraktivität einzubüssen.
5. Zunehmende Konkurrenz auf Anbieterseite lässt den
Profilierungsdruck anwachsen,wodurch
sich das Immobilienanlageuniversum thematisch immer weiter
ausdehnt.
6. Durch die Pluralisierung der Gesellschaft nimmt auch
die Produktvielfalt im Wohnen
weiter zu. Die meisten der neuen Wohnformen bleiben jedoch
Nischenprodukte.
7. Peripher gelegene, ältere Einfamilienhäuser verlieren
an Attraktivität. In ländlichen
Gemeinden drohen mangels Nachfrage Einfamilienhausbrachen zu
entstehen.
8. Die Bewirtschaftung des Immobilienbestandes nach
ökonomischen, marktorientierten
Kriterien führen zur verstärkten Umnutzungs- und
Rückbauwelle demodierter Objekte.
9. Das Thema der adäquaten Wohnformen im Alter wird uns
zunehmend beschäftigen. Im
Vordergrund steht die Anpassung der bestehenden Bausubstanz.
10. Beschleunigt durch die Finanzkrise nimmt die
Regulierungsdichte in den Schweizer Bau-,
Immobilien- und Finanzierungsmärkten weiter zu.
11. Nicht nur Normen und Standards im Immobilienbereich
werden immer häufiger vom
Ausland übernommen, auch die Gepflogenheiten dürften sich
vermehrt anpassen.
12. Die technischen Hilfsmittel werden immer ausgefeilter,
was dazu führt, dass der Schweizer
Immobilienmarkt für alle Marktteilnehmer an Transparenz
gewinnt.
Zum Anlass
IMMOClassic ist eine wichtige Kommunikationsplattform
für die Bau- und Immobilienbranche rund um den Zürichsee. Im
Zentrum des jährlich stattfindenden Anlasses stehen stets
hochwertige Fachreferate und Podiumsdiskussionen. Die
Organisatoren sind überzeugt, mit dieser Art von Anlass eine
aussergewöhnliche Kommunikationsplattform für interessierte
Teilnehmer zu bieten und damit einen zukunftsorientierten
Beitrag für ihre Branche zu leisten.
Weitere Informationen erteilen
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KWC AG
Urs Schaffner, Verkaufsleiter Schweiz
Hauptstrasse 57
5726 Unterkulm
Tel. 062 768 68 68
www.kwc.ch |
Schenker
Storen AG Eschenbach
Martin Bader, Geschäftsführer
Twirrenstrasse 6
8733 Eschenbach
Tel. 055 285 85 90
www.storen.ch |
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Schlagenhauf Malen Umbauen Fassaden
Rolf Schlagenhauf, Geschäftsführer
Seestrasse 1013
8706 Meilen
Tel. 044 924 20 20
www.schlagenhauf.ch |
RICHNER
Ulrich Lieberherr, Niederlassungsleiter
Eichwiesstrasse
2
8640 Rapperswil-Jona
Tel. 055 221 11 11
www.richner.ch |
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