Wellness

Eine Sauna für einen gesunden,
widerstandsfähigen Körper.


 

Entspannende Anregung zwischen Hitze und Kälte.

Der Mensch in unseren zivilisierten Breiten hat gelernt, sich vor Wind und Wetter, Hitze und Kälte zu schützen. Gleichzeitig hat sich aber seit hunderten, ja seit tausenden von Jahren eine Kultur entwickelt, sich genau diesen Extremen bewusst und genussvoll auszusetzen – als Heraus-forderung für Körper, Geist und Seele. Also: Heiss - kalte Freuden für einen gesunden und widerstandsfähigen Körper. Neben den unzweifelhaften Vorzügen der zivilisierten Welt ein Dach über dem Kopf, zentralgeheizte Räume, fliessendes Wasser, den bequemen Lift zu haben, haben wir umgekehrt auch gelernt, dass unser Körper genau diese «Reize», die wir zu vermeiden gelernt haben, für seine Gesundheit braucht. Denn das Körpertemperatur- Regulationssystem will trainiert sein. Die regelmässige Benützung einer Sauna kann eine gesunde Lebensführung, ausgewogene Ernährung und regelmässige Bewegung draussen in der Natur natürlich nicht ersetzen; eine sinnvolle und wesentliche Ergänzung ist das aber allemal. Herz, Kreislauf und Immunsystem werden in der Sauna «auf Trab» gebracht. Bei gesundheitlichen Bedenken oder Problemen ist eine ärztliche Beratung angezeigt.

Eine Sauna – Was ist das?
Grundsätzlich braucht es nur zwei Dinge: Einen heissen Raum und eine Abkühlungsvorrichtung. Doch heiss ist nicht einfach heiss: je nach relativer Luftfeuchtigkeit (von 3–100%) und Temperatur (48–100°C) wird von Warmluftbad (< 80°C), von Sauna (> 80°C), von Tropenbad (von 10–55% relativer Luftfeuchtigkeit, 48–75°C), von Softdampfbad oder Dampfbad (bis
100% relativer Luftfeuchtigkeit) gesprochen. Dazu kommen nach Wunsch das Aromabad oder der Einbezug von farbigem Licht – Kombinationen
ohne Ende. In der «klassischen» Sauna wird gegen Ende einer «heissen Phase» mit Wassergüssen auf den Saunaofen die Luftfeuchtigkeit kräftig
erhöht und dann geht es raus in die «Kälte». Für die Abkühlung gibt es vielfältige Möglichkeiten. Traditionell ist das ein Tauchbad, vorzugsweise
in einem Holzgefäss. Im hohen Norden wird das natürliche Angebot genutzt – man wirft sich in den eiskalten See oder legt sich in den Schnee. Eine kalte Dusche oder Güsse aus dem Schlauch erfüllen den Zweck ebenso und sind nachgerade sanfte Alternativen zum atemberaubenden Eintauchen
in eiskaltes Wasser. Manche verzichten hingegen ganz auf die schnelle Abkühlung und lassen einfach die wohlige Hitze in Ruhe ausklingen.
Selbstverständlich gibt es empfohlene Abläufe (für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Aufenthaltsdauer) doch jede einzelne Person wird das Prozedere seinen Bedürfnissen anpassen. Ein Sauna will gut geplant sein.
An erster Stelle steht die genaue Abklärung der Bedürfnisse: Soll die Sauna ein Bestandteil einer Badelandschaft sein, in einem abgelegeneren Teil des Hauses liegen oder ausserhalb, als eigenständige Einrichtung? Kosten und Nutzen müssen abgewogen werden. Sinnvoll sind sicherDoppelnutzungen von Einrichtungen, zum Beispiel kann eine Dusche eine Schnittstelle sein.
Klug platziert kann sie sowohl für die tägliche Dusche als auch den Saunagang genutzt werden kann. Dem Ausbau in eine eigentliche
Wellnesszone mit Bad, Sauna, Whirlpool Fitnessraum oder Schwimmbad (hier könnte ein Kaltwasserbecken vorgesehen werden) setzen nur die individuellen Bedürfnisse, das Raumangebot und natürlich die finanziellen Möglichkeiten seine Grenzen. Wie auch immer: Eine kluge Planung von der ersten Stunde an ist unverzichtbar. Eine gründliche Beratung und enge
Zusammenarbeit mit spezialisierten Firmen wird viel dazu beitragen, Kosten zu sparen und Ärger zu vermeiden.

Bild und Text: Klafs AG