Beleuchtung

Ins rechte Licht gerückt.

 
Bilder: Belux

Leider ist es noch immer so, dass dem Licht bei der Planung zu wenig Beachtung
geschenkt wird. Versäumnisse in der Planungs- und Ausführungsphase lassen
sich aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zufriedenstellend korrigieren.

Licht – welch eine Vielfalt an Faktoren und Emotionen, wieviele Facetten der Beleuchtung verbergen sich hinter diesem schlichten Wort. Kaum jemand denkt daran und dennoch lohnt es sich, ein paar Minuten bei diesem Begriff zu verweilen. Und sei es nur, um danach die Beleuchtung seines Heimes mit anderen – vielleicht auch kritischeren Augen – zu betrachten.
Am Anfang jeder Lichtplanung sollte man sich intensiv mit der späteren Nutzung des entsprechenden Raumes auseinandersetzen. Die Nutzung
definiert die Art der Beleuchtung. Ebenfalls sollte die spätere Möblierung oder architektonische Elemente mit einbezogen werden. Durch das Verbinden von Raumarchitektur, Interieur und Beleuchtung lässt sich ein Ambiente schaffen, das Behaglichkeit, Repräsentation und Stilbewusstsein vermittelt. Das Wohnzimmer. Für die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer
eignen sich hervorragend Leuchten-Typen, die ihr Licht indirekt in den Raum geben, d.h. die Leuchte richtet ihr Licht auf eine reflektierende Fläche (Decke/Wand). Das ergibt ein weiches, Ins rechte Licht gerückt. homogen verteiltes Licht. Je heller die Fläche, auf die das Licht fällt, desto mehr Licht wird reflektiert. Damit Räume bei zu vielem indirekten Licht nicht monoton wirken, sollte die Grundbeleuchtung mit einem Akzent-Licht ergänzt werden. Dafür eignen sich hervorragend kleine Niedervolt-Halogen-Deckeneinbau- leuchten.An Fensterfronten, beim Cheminée oder als Bildbeleuchtung platziert setzen sie die entsprechenden Akzente, um auch die Raum-dimension hervorzuheben. Als Leselicht sollte eine ausgewogene und wohldosierte Beleuchtung gewählt werden. Weder eintönig hell, noch zu dunkel. Je höher das Beleuchtungsniveau, desto höher die Sehleistung. Nicht die Anzahl der Leuchten ist hierbei entscheidend, sondern der wohlüberlegte Einsatz jeder einzelnen Leuchte. Ein zu starker Kontrast zwischen Leseleuchte und Raumlicht (Umgebungslicht) lässt die Augen schneller ermüden, deshalb ist auf eine ausreichende Grundhelligkeit zu achten. Damit das Leselicht zusätzlich auf die individuellen Belange eingestellt werden kann, empfehlen sich dreh- und schwenkbare Leuchten, die man dimmen kann.
Der Korridor.
Beim Eintreten in einen Korridor sollte sich dieser mit einem brillanten und freundlichen Licht darstellen, unabhängig von der Grösse der Diele, des Flurs und dem Stil des Hauses. Die Treppe. Treppen sind gut beleuchtet, wenn sich die ein voneinander absetzen. Das ist am Besten mit
einer Leuchte am oberen Treppenabsatz zu erreichen. Ihr Licht sollte den Treppenbereich gleichmässig ausleuchten. Ebenfalls eignen sich Wandeinbauleuchten bei den Stufen, diese wirken wie kleine Fenster.
Die Küche.
Licht ist eine unabdingbare Voraussetzung, um die Küche in ihrer gesamten Funktion nutzen zu können. Es gibt in der Küche drei Beleuchtungsarten,
wovon jede ihre spezifische Bedeutung hat: Die Allgemeinbeleuchtung, die
arbeitsplatzorientierte Allgemeinbeleuchtung und die reine Arbeitsplatzbeleuchtung. Folgende Kriterien sollten zudem berücksichtigt werden: die Beleuchtungsstärke, die Lichtfarbe, die Farbwiedergabe-Eigenschaften sowie die Vermeidung von Blendung. Für die reinem Arbeitsplatzbeleuchtung eignen sich direkt strahlende Leuchten. Als Leuchten können dies Lichtbänder mit warmweisser Lichtfarbe und einer Farbwiedergabe- Eigenschaft von 1A bzw. 1B oder Niedervolt-Halogen-strahler sein. Eine interessante Lichtwirkung wird durch freistrahlende
Leuchtstofflampen auf den Schränken erreicht. Das Licht strahlt an die Decke, wird von dort reflektiert, homogen verteilt und sorgt damit für eine indirekte, blendfreie Allgemeinbeleuchtung. Bei der Platzierung von Deckeneinbauleuchten ist auf die Distanz zu brennbaren Einrichtungs-gegenständen – insbesondere die schwenkbaren Schranktüren – zu achten. Als Akzentbeleuchtung eignet sich ein LED-Lichtband. In der RGB-Ausführung unter den Frontschränken auf der Sockelleiste montiert, lassen sich mittelsDrehdimmer alle Farben einstellen. Das verleiht einer Küche mit Bestimmtheit etwas Aussergewöhnliches. Das Esszimmer. Der Tisch sollte auf seiner gesamten Länge homogen beleuchtet sein. Bei zusätzlichen
Personen lässt sich ein Tisch einfach in der Grösse anpassen, – doch was passiert mit der Beleuchtung? Eine Stromschiene mit kleinen Lampen eignet sich hier hervorragend. Die Pendel-/Hängeleuchten sind etwa 60 cm über der Tischfläche richtig angebracht, also knapp über Augenhöhe sitzender Personen. Ihr Licht darf nicht blenden und der direkte Blick in die
Leuchte ist zu vermeiden. Die Leuchte sollte zudem dimmbar sein.
Das Schlafzimmer.
Auch die Lichtplanung für den Schlafraum will wohl überlegt sein. Der Eine benötigt Leselicht für den spannenden Krimi, der Andere – besonders
morgens – benötigt Klarheit für das eilige Kombinieren und Vergleichen von Bluse, Hemd, Hose und Jacke. Bettleuchten sollten flexibel, dreh- und schwenkbar, auf jeder Bettseite separat schalt- und dimmbar vorhanden sein.Einbau-Leuchten eignen ausgezeichnet für die Beleuchtung von Schränken oder Ankleideräumen Es ist jedoch darauf zu achten, dass alle
Beleuchtungsarten – Allgemeinbeleuchtung, Leseleuchten und Ankleide- leuchten – separat schaltbar sind und der Schalter für die Allgemein beleuchtung sollte beim Bett ebenfalls nicht fehlen.
Das Badezimmer.
Jeder Tag beginnt und endet im Bad. Zur Pflege des Körpers benötigt es eine gute Allgemeinbeleuchtung, das richtige Licht am Spiegel, eine
warme Lichtfarbe und eine gute Farbwiedergabe. Für die Beleuchtung der Spiegel gilt: Beidseitig und über dem Spiegel installierte Leuchten
garantieren eine gute, schattenlose Ausleuchtung des Gesichtes. Als Allgemeinbeleuchtung und über der Badewanne als zusätzliche Akzent-beleuchtung zur Schaffung einer angenehmen Atmosphäre eignen sich Niedervolt-Halogeneinbauleuchten, die separat schalt- und dimmbar
sind.
Das Kinderzimmer.
Hier wird gespielt, getobt, gelernt, gelesen und geschlafen. Dazu reicht wohl kaum die runde Allzweckleuchte in der Deckenmitte. Natürlich erfüllt sie als Allgemeinbeleuchtung ihren Zweck, doch der Blick in den Kleiderschrank
oder auf die Schulaufgaben auf dem Schreibtisch ist damit schwerlich zu bewältigen. Die wichtigste Aufgabe ist es jedoch, eine gute Allgemein-beleuchtung zu schaffen. Als Zusatzbeleuchtung zur Allgemeinbeleuchtung eignen sich Arbeitsplatzleuchten. Zweckmässig sind in viele Richtungen verstellbare Leuchten. Ihr Licht sollte so breit strahlen, dass der meiste Teil
der Tischfläche gleichmässig hell ausgeleuchtet wird. Freistrahlende Leuchten sind für den Arbeitsplatz ungeeignet. Die Lichtfarbe sollte bei
Leuchtstofflampen warmweiss sein und auf eine gute Farbwiedergabe ist zu achten.